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Mobile Bordkarte oder Ausdruck: So bereitest du einen Smartphoneausfall vor

08.10.2026

Eine mobile Bordkarte ist nicht auf jedem Flug gleich nutzbar. Prüfe vorab die Regeln deiner Airline und deines Abflughafens, speichere die Bordkarte offline und kläre, ob ein Ausdruck oder Hilfe am Schalter als Ersatz dient.

Der beste Ersatz hängt von Airline und Abflugort ab

Ein Papierausdruck ist ein nützlicher Notfallplan, aber kein universell gültiger Ersatz. Airlines und Flughäfen können unterschiedliche Vorgaben haben: easyJet veröffentlicht eine Liste von Abflughäfen, an denen mobile Bordkarten nicht akzeptiert werden, und verlangt dort einen Papierausdruck. KLM nennt dagegen sowohl den Ausdruck zu Hause als auch die Ausgabe am Selbstbedienungskiosk oder Check-in-Schalter als Optionen. Prüfe deshalb für jeden Flug – auch den Rückflug und Umsteigeverbindungen – die aktuelle Bordkartenregel der ausführenden Airline und des konkreten Abflughafens. Verlasse dich nicht darauf, dass ein Screenshot oder ein Ausdruck überall akzeptiert wird.

Vor der Reise: Check-in und Bordkarte absichern

Erledige den Online-Check-in innerhalb des Zeitfensters deiner Airline und kontrolliere, dass du tatsächlich eine Bordkarte erhalten hast – eine Buchungsbestätigung ist nicht dasselbe. Bei easyJet liegt das Check-in-Fenster laut aktueller Hilfe zwischen 30 Tagen und zwei Stunden vor Abflug. Wenn du danach Gepäck, Sitzplatz oder Flugdaten änderst, prüfe die Bordkarte erneut: easyJet weist darauf hin, dass nach Änderungen ein erneuter Check-in erforderlich sein kann. Lade die aktualisierte Karte anschließend neu herunter oder drucke sie nochmals aus.

Offline speichern – aber im unterstützten Format

Speichere die Bordkarte vor der Fahrt zum Flughafen in der Airline-App oder in einer unterstützten Wallet und öffne sie einmal, solange du noch Internet hast. So erkennst du früh, ob Karte und Barcode tatsächlich verfügbar sind. Bei easyJet lassen sich Bordkarten laut Anbieter offline in Apple Wallet oder Google Wallet speichern; Ryanair erklärt ebenfalls, dass die Karte nach dem Check-in in der App offline zugänglich ist. Das bedeutet nicht, dass jede Datei funktioniert: easyJet warnt ausdrücklich, dass ein PDF-Scan auf dem Telefon an der Sicherheitskontrolle nicht scanbar sei. Nutze daher das von deiner Airline vorgesehene Format statt dich auf ein beliebiges Foto zu verlassen.

Wenn das Handy leer oder verloren ist

Reagiere nach der Situation: Ist das Gerät vor der Sicherheitskontrolle ausgefallen, sprich frühzeitig das Airline-Personal am Check-in- oder Bag-Drop-Schalter an und halte Ausweis sowie Buchungsdaten bereit. Ryanair erklärt für online eingecheckte Passagiere, dass eine Bordkarte am Flughafen kostenlos ausgegeben werden kann; auch Reisende ohne Smartphone nennt die Airline als Fall. Fällt das Gerät erst nach der Sicherheitskontrolle aus, verweist Ryanair auf Hilfe am Gate. Das ist eine airline-spezifische Zusage, keine allgemeine Garantie für andere Fluggesellschaften – deren Verfahren, Öffnungszeiten und mögliche Gebühren solltest du vorab klären.

Ein praktischer Backup-Plan

Lege vor der Abfahrt einen einfachen Ablauf fest: Erstens Bordkarte offline abrufbar machen und den Akku möglichst voll halten. Zweitens – falls auf der Strecke akzeptiert und von der Airline angeboten – einen klar lesbaren Ausdruck samt Reisedokumenten mitnehmen. Drittens die Servicenummer sowie Buchungscode und Check-in-Bestätigung getrennt vom Smartphone aufbewahren. Viertens bei Ausfall sofort zum besetzten Schalter oder Bag Drop gehen, statt erst am Gate nach einer Lösung zu suchen. KLM weist außerdem darauf hin, dass bei noch ausstehenden Dokumentenprüfungen zunächst nur eine Check-in-Bestätigung vorliegen kann; in diesem Fall ist der Schalter ohnehin Teil des vorgesehenen Ablaufs. Ein Ausdruck ist also eine zusätzliche Absicherung, ersetzt aber weder den Check-in noch die Prüfung der Vorgaben für genau deinen Flug.

Quellen

  1. KLM
  2. easyJet
  3. Ryanair
  4. easyJet