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Langstreckenflug und Thromboserisiko: Vorsorge ärztlich besprechen

09.10.2026

Bei langen Reisen ist langes, unbewegtes Sitzen ein vermeidbarer Risikofaktor. Bewegung hilft im Alltag an Bord; wer persönliche Risikofaktoren hat, sollte mögliche Vorsorgemaßnahmen vor der Reise medizinisch klären.

Warum langes Sitzen bei Reisen zählt

Auf langen Reisen lohnt es sich, das Thema Thrombose im Blick zu behalten. Entscheidend ist nicht allein das Flugzeug: Auf Langstrecken sitzen Reisende oft lange mit wenig Bewegungsfreiheit. Die NHS nennt langes Sitzen als Situation, die man unterbrechen sollte. Das betrifft ebenso längere Etappen im Zug oder Auto. Für die meisten Reisenden ist das kein Grund zur Panik, aber ein sinnvoller Anlass, Bewegung einzuplanen. [NHS: DVT](https://www.nhs.uk/conditions/deep-vein-thrombosis-dvt/)

Wer vor dem Abflug ärztlich nachfragen sollte

Besprechen Sie Ihre konkrete Reise vorsorglich mit einer Ärztin oder einem Arzt, wenn Sie bereits eine tiefe Venenthrombose hatten. Auch wenn Sie aus einem anderen gesundheitlichen Grund ein erhöhtes Risiko vermuten, kann eine individuelle Einschätzung wichtig sein. Das ist ein Anlass zur Beratung, keine Diagnose: Entscheidend ist, welche Faktoren bei Ihnen zusammenkommen und welche Behandlung Sie ohnehin erhalten. Fragen Sie möglichst vor der Abreise, ob zusätzliche Maßnahmen nötig sind und wie Sie bestehende Medikamente wie verordnet weiternehmen. [NHS: DVT](https://www.nhs.uk/conditions/deep-vein-thrombosis-dvt/) und [healthdirect: Reisegesundheit](https://www.healthdirect.gov.au/amp/article/travel-health-advice)

Ein praktikabler Bewegungsplan an Bord

Planen Sie Bewegung nicht erst dann, wenn die Beine unangenehm werden. Stehen Sie bei Gelegenheit auf und gehen Sie – sofern es sicher und erlaubt ist – ein paar Schritte im Gang. Wenn Sie sitzen bleiben müssen, bewegen Sie regelmäßig die Füße und spannen Sie die Waden an; gezielte Beinmuskelübungen während des Flugs sind eine einfache Möglichkeit, die lange Sitzphase zu unterbrechen. Trinken Sie währenddessen ausreichend. Eine Platzwahl am Gang kann das Aufstehen erleichtern, ist aber keine medizinische Vorsorge an sich. [healthdirect: Reisegesundheit](https://www.healthdirect.gov.au/amp/article/travel-health-advice)

Medikamente nicht auf eigene Faust einsetzen

Beginnen Sie nicht eigenständig Aspirin oder ein gerinnungshemmendes Medikament, nur weil ein Langstreckenflug bevorsteht. Das CDC rät davon ab, Aspirin zur Vorbeugung von Blutgerinnseln auf Reisen einzunehmen. Für Menschen mit zusätzlichen Risikofaktoren können ärztlich ausgewählte Maßnahmen in Betracht kommen; ob das auf Sie zutrifft und welche Vor- oder Nachteile gelten, lässt sich nicht pauschal beantworten. Besprechen Sie auch Kompressionsstrümpfe oder eine medikamentöse Prophylaxe mit einer Fachperson, statt Empfehlungen anderer Reisender zu übernehmen. [CDC: Blood Clots During Travel](https://wwwnc.cdc.gov/travel/page/dvt)

Warnzeichen kennen und ernst nehmen

Eine einseitige Beinschwellung, Schmerzen oder Druckempfindlichkeit können zu den Anzeichen einer tiefen Venenthrombose gehören. Ein Gerinnsel kann sich lösen und in die Lunge gelangen. Treten Beinschmerz oder -schwellung zusammen mit Atemnot oder Brustschmerz auf, ist das ein medizinischer Notfall: Suchen Sie sofort Hilfe über den örtlichen Rettungsdienst. Auch nach der Ankunft sollten neue oder anhaltende Beschwerden nicht einfach dem langen Sitzen zugeschrieben werden. [NHS: DVT](https://www.nhs.uk/conditions/deep-vein-thrombosis-dvt/)

Vor der Reise kurz durchgehen

Prüfen Sie vor Abflug: Hatten Sie schon einmal eine DVT oder vermuten Sie aus anderem Grund ein erhöhtes Risiko? Falls ja, holen Sie ärztlichen Rat ein. Für die Reise selbst können Sie einfache Fuß- und Wadenbewegungen vornehmen, bei Gelegenheit aufstehen und die eigenen Medikamente nur nach dem bestehenden Behandlungsplan einnehmen. Diese allgemeinen Hinweise ersetzen weder eine persönliche Risikobewertung noch eine Behandlung. [NHS: DVT](https://www.nhs.uk/conditions/deep-vein-thrombosis-dvt/), [healthdirect](https://www.healthdirect.gov.au/amp/article/travel-health-advice) und [CDC](https://wwwnc.cdc.gov/travel/page/dvt)

Quellen

  1. NHS
  2. healthdirect Australia
  3. Centers for Disease Control and Prevention (CDC)