Kuba-Reise vorbereiten: Zahlungswege und Versorgung aktuell prüfen
09.10.2026
Vor einer Kuba-Reise sollten Sie die aktuellen amtlichen Hinweise und Ihre Buchungen erneut prüfen. Planen Sie Zahlungen mit ausreichend Bargeld statt mit Karten, klären Sie den zulässigen Geldumtausch und nehmen Sie benötigte Medikamente sowie eine Reserve für Verzögerungen mit.
Erst die Lage und die Buchungen prüfen
Die Reisevorbereitung beginnt derzeit nicht mit der Packliste, sondern mit einer Entscheidung, ob die Reise überhaupt stattfinden soll. Das Auswärtige Amt rät mit Stand 9. Oktober 2026 dringend von Reisen nach Kuba ab. Die britische Reiseberatung beschreibt anhaltende Störungen wichtiger Infrastruktur und Grundversorgung. Fragen Sie vor Abreise Ihre Fluggesellschaft und Unterkunft konkret, ob Flug und gebuchte Leistungen tatsächlich stattfinden und welche Rückreiseoptionen bestehen. Individualreisende sollten besonders genau prüfen, wie sie bei kurzfristigen Ausfällen umbuchen oder abreisen können. Lage und Angebote können sich schnell ändern.
Zahlungen nicht auf Karten oder Automaten stützen
Nach Angaben des Auswärtigen Amts funktionieren Visa- und Mastercard-Zahlungen seit dem 6. Juni 2026 bis auf Weiteres nicht. Planen Sie deshalb nicht damit, eine Kartenzahlung könne notfalls Bargeld ersetzen: Das Amt empfiehlt ausreichend Bargeld in Euro oder US-Dollar. Teilen Sie das Reisebudget vorab in Tagesgeld und eine getrennt verwahrte Reserve auf; tragen Sie nicht den gesamten Betrag an einem Ort. Wenn Sie Bargeld in kubanische Pesos wechseln möchten, beachten Sie die Hinweise zur Cadeca-Wechselstube: Die britische Reiseberatung nennt den Umtausch außerhalb dieser Stellen illegal. Regeln und praktische Verfügbarkeit sollten Sie kurz vor Abflug nochmals amtlich prüfen.
Medikamente und persönliche Versorgung vorplanen
Die CDC weist für Kuba darauf hin, dass manche Bedarfsartikel und Medikamente am Ziel schwer zu finden sein können. Nehmen Sie daher regelmäßig benötigte Medikamente und eine angemessene Reserve für eine mögliche Reiseverzögerung mit. Bei einer chronischen Erkrankung gehört zur Planung auch, mit der behandelnden Praxis frühzeitig die benötigte Menge, geeignete Aufbewahrung und einen Plan für eine verlängerte Abwesenheit zu besprechen. Packen Sie das für die Reise notwendige Mittel so, dass es nicht im aufgegebenen Gepäck verloren geht. Lassen Sie sich bei Unsicherheit zu Einfuhr- und Verschreibungsfragen von zuständigen Stellen beraten.
Strom- und Versorgungsunterbrechungen einkalkulieren
Die britische Reiseberatung nennt Störungen bei wesentlichen Diensten und empfiehlt, Wasser, Lebensmittel und Handy-Akku zu schonen. Für die eigene Planung heißt das: halten Sie wichtige Buchungs- und Kontaktdaten offline bereit, laden Sie Telefon und Powerbank vor längeren Fahrten und klären Sie mit der Unterkunft, welche Versorgung bei einem Stromausfall verfügbar ist. Wenn Sie auf gekühlte Arznei, medizinische Geräte oder verlässliche Kommunikation angewiesen sind, klären Sie vor der Buchung konkret, ob die Unterkunft eine passende Ausweichlösung hat. Eine allgemeine Generator-Angabe allein garantiert keine unterbrechungsfreie Versorgung.
Eine belastbare Reserve statt eines starren Plans
Ein einfaches Beispiel: Wer eine Woche unterwegs ist, kalkuliert neben den geplanten Ausgaben auch einen Betrag für zusätzliche Nächte und unerwartete Fahrten und verwahrt diese Reserve getrennt vom Tagesgeld. Das ist keine feste Pauschale, sondern hängt von Route, Unterkunft und verfügbaren Rückreiseoptionen ab. Prüfen Sie kurz vor Abflug erneut amtliche Hinweise, Geldwege, Flugstatus und die Erreichbarkeit Ihrer Unterkunft. Wenn die Versorgungslage oder eine notwendige medizinische Voraussetzung nicht verlässlich abgesichert werden kann, sollte die Reiseentscheidung neu bewertet werden.