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Getränkepaket auf Kreuzfahrt: Verbrauch und Getränkeauswahl vergleichen

09.10.2026

Ob sich ein Getränkepaket lohnt, hängt weniger vom Wort „unbegrenzt“ als von Getränkewahl, Nutzungsmöglichkeiten und den Regeln an Bord ab. So vergleichen Sie Pakete anhand Ihres eigenen Verbrauchs und vermeiden Überraschungen.

Erst die Getränkeliste, dann den Preis vergleichen

Ein Getränkepaket ist nicht automatisch ein Freibrief für jedes Getränk an Bord. Prüfen Sie zuerst, welche Kategorien und Marken tatsächlich in der gewählten Stufe stecken: Softdrinks, Kaffee, Wasser, alkoholfreie Cocktails, Wein oder Spirituosen können unterschiedlich zugeordnet sein. Auch Preisobergrenzen zählen. In den eingesehenen Bedingungen von Princess Cruises umfasst das Plus Beverage Package zum Beispiel nur gelistete Cocktails bis zu einem bestimmten Menüpreis. Ein Getränk darüber ist also nicht einfach Teil derselben Leistung. Vergleichen Sie deshalb die Bordkarte Ihrer konkreten Reise mit der Paketbeschreibung, statt allein nach Begriffen wie „Premium“ oder „all inclusive“ zu entscheiden. Die Auswahl und die Bedingungen sind an Reederei und Paket gebunden.

Den eigenen Tagesverbrauch realistisch schätzen

Schreiben Sie für einen typischen Seetag auf, was Sie voraussichtlich bestellen würden: etwa Kaffee am Morgen, Wasser zum Essen, ein Softdrink am Nachmittag und ein Glas Wein oder ein alkoholfreier Cocktail am Abend. Verwenden Sie dafür die Einzelpreise im aktuellen Bordmenü und vergleichen Sie die Summe mit dem Paketpreis pro Reisetag. Beispielrechnung, ausdrücklich nur als Rechenmuster: Bei angenommenen Paketkosten von 60 Euro pro Tag und angenommenen Einzelbestellungen im Wert von 45 Euro wäre der Kauf für diesen Tag finanziell teurer; bei 70 Euro an passenden Einzelgetränken wäre er rechnerisch günstiger. Die Beträge sind frei gewählte Beispielwerte, keine Reedereipreise. Achten Sie zusätzlich auf Mengenlimits: Princess setzt beim Plus-Paket eine 24-Stunden-Grenze für Getränke, MSC nennt für alkoholische Getränke im Easy-Paket ein Tageslimit. „Unbegrenzt“ bedeutet daher nicht bei jedem Anbieter grenzenlos.

Nutzungsorte und Ausschlüsse prüfen

Ein Paket bringt wenig, wenn Sie häufig an Orten trinken, an denen es nicht gilt. Lesen Sie die Ausnahmen zu Spezialitätenrestaurants, Privatinseln, Themenbars, Minibar und Kabinenservice. Zum Beispiel gilt MSCs Easy Package laut Reederei nicht in Spezialitätenrestaurants oder auf Privatinseln; Royal Caribbean schließt Minibar und Zimmerservice aus. Übertragen Sie solche Regeln auf Ihren Reiseplan: Wenn Sie an einem privaten Strandtag lieber dort Getränke kaufen oder abends regelmäßig den Kabinenservice nutzen, gehören diese Bestellungen nicht automatisch in Ihre Paket-Rechnung. Auch ein Getränkeangebot an Bord kann je nach Bar, Menü und Verfügbarkeit abweichen. Kalkulieren Sie nur die Getränke ein, die Ihr konkretes Paket an den Orten abdeckt, an denen Sie sie wahrscheinlich bestellen.

Kabinenregeln für Mitreisende mitdenken

Der persönliche Verbrauch ist nicht der einzige Faktor. Royal Caribbean erlaubt nicht, ein Getränkepaket zwischen mehreren Gästen zu teilen; für ein alkoholisches Paket müssen außerdem alle Personen im selben Zimmer, die das gesetzliche Trinkalter erreicht haben, ein Paket erwerben. Wenn eine Person kaum oder keinen Alkohol trinkt, kann eine solche Vorgabe die gemeinsame Rechnung deutlich verändern. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob die Reederei gemeinsame Buchungsregeln für Erwachsene oder Minderjährige hat und ob unterschiedliche Pakete möglich sind. Regeln anderer Anbieter können davon abweichen; nicht ungeprüft auf eine andere Reederei übertragen.

Eine kurze Entscheidungshilfe vor der Buchung

Gehen Sie vor dem Kauf in vier Schritten vor: erstens die inkludierten Getränke mit Ihren Vorlieben abgleichen; zweitens den voraussichtlichen Verbrauch anhand aktueller Einzelpreise überschlagen; drittens Obergrenzen und Ausschlüsse für Bars, Restaurants und Landausflüge prüfen; viertens die Bedingungen für alle Gäste Ihrer Kabine lesen. Berücksichtigen Sie auch, ob Sie jeden Reisetag an Bord sind und ob das Paket tageweise oder für die gesamte Reise verkauft wird. Preise und Angebotsbedingungen können sich ändern. Maßgeblich ist daher die Beschreibung Ihrer konkreten Buchung, nicht ein allgemeiner Vergleichswert. Wenn Sie hauptsächlich die im Reisepreis bereits enthaltenen Getränke nutzen und nur gelegentlich etwas Zusätzliches bestellen, kann Einzelkauf besser passen; wer gezielt viele passende Getränke bestellt, sollte den Paketpreis dagegen mit der Summe dieser Bestellungen vergleichen.

Quellen

  1. Princess Cruises
  2. MSC Cruises
  3. Royal Caribbean