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Hitzebelastung im Urlaub: Warnzeichen und Erste Hilfe

09.10.2026

Starker Durst, Schwäche und Verwirrtheit können bei Hitze auf eine ernsthafte Belastung hinweisen. Erfahren Sie, wie Sie Betroffene kühlen, wann ärztliche Hilfe nötig ist und was Reisende beim Notruf beachten sollten.

Hitzezeichen auf Ausflügen ernst nehmen

Auf einer Stadtbesichtigung, am Strand oder bei einer Wanderung wird Durst oft zunächst als normale Folge der Anstrengung abgetan. Zusammen mit Schwäche und kalter, feuchter Haut kann er jedoch zu einer Hitzeerschöpfung passen. Verwirrtheit und Halluzinationen sind Warnzeichen, die auch bei einem Hitzschlag auftreten können. Die Beschwerden lassen sich anhand einer Liste nicht sicher selbst diagnostizieren; wichtig ist, ihre Entwicklung ernst zu nehmen und nicht einfach weiterzugehen. [gesund.bund.de: Hitze und Gesundheit](https://gesund.bund.de/hitze-und-gesundheit) und das [Deutsche Rote Kreuz: Hitzschlag](https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/hitzschlag/) beschreiben diese Anzeichen.

Erste Schritte: raus aus der Wärme und kühlen

Unterbrechen Sie die Aktivität und bringen Sie die Person an einen kühleren, schattigen Ort. Lockern oder entfernen Sie warme, einengende Kleidung und beginnen Sie mit der Kühlung, etwa durch feuchte Tücher. Eine Begleitperson sollte dabeibleiben. Trinken Sie nicht einer benommenen oder bewusstlosen Person etwas ein: Getränke kommen laut DRK nur infrage, wenn sie voll bei Bewusstsein ist. Diese Schritte sind Erste Hilfe, kein Ersatz für medizinische Abklärung, wenn der Zustand schwer wirkt oder sich verschlechtert. [gesund.bund.de](https://gesund.bund.de/hitze-und-gesundheit) und das [DRK](https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/hitzschlag/) erläutern diese Maßnahmen.

Wann medizinische Hilfe nötig ist

Bei Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit sollten Sie einen möglichen Hitzschlag als Notfall behandeln und sofort den Rettungsdienst rufen. Warten Sie dann nicht erst ab, ob eine bestimmte Temperatur gemessen werden kann. Das DRK rät, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Bewusstsein und Atmung zu kontrollieren. Bei einer vermuteten Hitzeerschöpfung nennt gesund.bund.de zusätzlich zwei Gründe für ärztlichen Rat: eine Körpertemperatur über 38 Grad oder Beschwerden, die länger als eine Stunde anhalten. Bei deutlicher Verschlechterung gilt: nicht auf diese Zeitgrenze warten. [DRK](https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/hitzschlag/) · [gesund.bund.de](https://gesund.bund.de/hitze-und-gesundheit).

Ein Beispiel für die Entscheidung unterwegs

Stellen Sie sich vor, eine Mitreisende wird nach einem längeren Rundgang in der Sonne auffällig schwach, schwindelig und verwirrt. Beenden Sie den Rundgang, bringen Sie sie in den Schatten und kühlen Sie sie mit feuchten Tüchern. Bei Verwirrtheit oder rascher Verschlechterung rufen Sie den Notdienst; geben Sie nur dann etwas zu trinken, wenn sie klar wach und ansprechbar ist. Sind die Beschwerden dagegen leichter, aber anhaltend, oder steigt die gemessene Temperatur über 38 Grad, holen Sie ärztlichen Rat ein. Der praktische Punkt ist nicht, selbst eine Diagnose zu stellen, sondern bei Warnzeichen die Belastung sofort zu stoppen und Hilfe nicht hinauszuzögern. [gesund.bund.de](https://gesund.bund.de/hitze-und-gesundheit) · [DRK](https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/hitzschlag/).

Risikogruppen bei der Reiseplanung mitdenken

Die WHO nennt ältere Menschen, Kinder sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen, die täglich Medikamente einnehmen, als Gruppen mit erhöhtem Risiko für Komplikationen bei Hitzewellen. Wer mit Angehörigen aus diesen Gruppen reist, sollte Hitzeperioden bei der Tagesplanung berücksichtigen und vor der Reise mit einer Ärztin oder einem Arzt klären, ob persönliche Vorerkrankungen oder Medikamente besondere Vorsicht erfordern. Medikamente nicht eigenständig absetzen oder verändern. [WHO: If you feel unwell during a heatwave](https://www.who.int/health-topics/heatwaves/if-you-feel-unwell-during-a-heatwave).

Notrufnummer vorab prüfen

Innerhalb der EU ist 112 der kostenlose Notruf, der Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei erreicht. Außerhalb der EU sollten Reisende vorab die örtliche Notrufnummer und den Weg zur nächsten medizinischen Anlaufstelle notieren; 112 gilt nicht automatisch weltweit. Teilen Sie beim Anruf möglichst klar mit, wo die betroffene Person ist und welche Warnzeichen Sie beobachten. [Europäische Kommission: 112](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/112).

Quellen

  1. gesund.bund.de
  2. Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
  3. World Health Organization (WHO)
  4. Europäische Kommission, GD Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien