Gepäckautomat am Flughafen: Etikettieren und abgeben
08.10.2026
Der Ablauf vom Check-in bis zur Gepäckabgabe ist meist einfach, hängt aber von Airline, Flughafen und Gepäckart ab.
Vor dem Automaten: erst den passenden Ablauf finden
Ein Gepäckautomat ist nicht überall dasselbe: Manchmal druckt ein Kiosk zunächst das Label, das Gepäck wird danach an einem getrennten Bag-Drop-Schalter abgegeben. An anderen Flughäfen sind Labeldruck und Abgabe in einen Selbstbedienungsablauf eingebunden. Am BER etwa können Passagiere am Automaten Bordkarte und Gepäcklabel drucken und ihr Gepäck anschließend selbst abgeben; KLM nennt als Alternativen je nach Flughafen Self-Service-Station oder Check-in-Schalter ([BER](https://ber.berlin-airport.de/de/fliegen/checkin-boarding.html), [KLM](https://www.klm.de/information/airport/baggage-drop-off)). Prüfen Sie vor der Anreise in der Airline-App oder auf der Flughafenseite, ob Ihre Airline und Ihr Flug den Service nutzen können. Der Ablauf ist keine Garantie, dass jede Buchung freigeschaltet wird. Beachten Sie zudem den Abgabeschluss: KLM weist darauf hin, dass die Schließzeit auf der Bordkarte steht.
1. Check-in und Labeldruck
Halten Sie Ihre Bordkarte – digital oder ausgedruckt – bereit und folgen Sie am Gerät den angezeigten Schritten. Je nach Flughafen und Airline müssen Sie zuerst die Fluggesellschaft auswählen und gegebenenfalls den Check-in abschließen; anschließend wird das Gepäcklabel gedruckt. Der BER beschreibt ausdrücklich einen Ablauf, in dem am Automaten sowohl Bordkarte als auch Gepäcklabel ausgegeben werden. Wenn ein Kiosk nur das Label druckt, gehen Sie danach zum ausgewiesenen Bag Drop Ihrer Airline, nicht zu einem beliebigen Gepäckband. Kontrollieren Sie, dass das Label zu Ihrem Flug und Gepäckstück gehört, bevor Sie es befestigen.
2. Anhänger sauber am Koffer befestigen
Das Label ist der maschinenlesbare Reisewegweiser für das Gepäckstück. Befestigen Sie es so, dass es fest um den dafür vorgesehenen Griff liegt und nicht lose herunterhängt oder sich leicht ablösen kann. Für den BER empfiehlt der Flughafen die lange Seite des Koffers ([BER](https://ber.berlin-airport.de/de/fliegen/checkin-boarding.html)). Vermeiden Sie, den Barcode zu knicken oder mit einem Gepäckgurt zu verdecken: Das ist eine praktische Vorsichtsmaßnahme, damit er beim nächsten Schritt lesbar bleibt. Entfernen Sie alte Fluglabels und Barcode-Aufkleber, damit nicht mehrere Codes am Koffer miteinander verwechselt werden können.
3. Gepäck aufgeben und Bestätigung abwarten
Am gekennzeichneten Bag-Drop-Schalter stellen Sie das Gepäckstück nach Geräteanweisung auf das Band. Am BER scannen Reisende den Barcode des Labels mit einem Handscanner; danach wird das Gepäck auf dem Förderband weiterbearbeitet ([BER](https://ber.berlin-airport.de/de/fliegen/checkin-boarding.html)). Warten Sie, bis die Anzeige die Annahme bestätigt oder das Gerät den Vorgang beendet hat. Bewahren Sie den Gepäckbeleg beziehungsweise eine digitale Bestätigung auf, falls Ihre Airline sie ausgibt. Erst wenn die Abgabe abgeschlossen ist, sollten Sie zur Sicherheitskontrolle weitergehen.
Wann der Schalter die bessere Wahl ist
Automaten haben Grenzen. Frankfurt nennt für die dortigen Bag-Drop-Geräte eine Höchstgröße von 85 × 65 × 45 cm einschließlich Rollen und Griffen. Reisende mit Übergepäck oder Sondergepäck sollen sich dort an einen besetzten Schalter wenden ([Frankfurt Airport](https://www.frankfurt-airport.com/de/reisevorbereitung/check-in-gepaeck-und-kontrollen/familien-sicherheitskontrolle.html)). Diese Maße sind eine Frankfurter Vorgabe, keine allgemeingültige Grenze für jeden Flughafen. Auch bei einer Fehlermeldung, einem nicht lesbaren Label oder einer nicht freigegebenen Buchung ist der besetzte Airline-Schalter der sinnvolle nächste Schritt. Prüfen Sie Airline- und Flughafenhinweise vorab, besonders wenn Sie mit großem, schwerem oder besonderem Gepäck reisen.