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Blockzeit oder Zeit in der Luft: Welche Dauer steht auf deinem Flugangebot?

16.10.2026

Ein Flugangebot zeigt meist geplante Abflug- und Ankunftszeiten. Für eine sinnvolle Berechnung musst du Ortszeit, Datum und Flugabschnitte berücksichtigen – und die angezeigte Dauer nicht automatisch mit reiner Luftzeit gleichsetzen.

Erst die Bedeutung klären, dann rechnen

„Flugzeit“ ist auf einer Buchungsseite nicht selbsterklärend. Eine Dauer kann aus den geplanten Abflug- und Ankunftszeiten errechnet sein; daneben gibt es operative Messpunkte und die Zeit zwischen Start und Landung. Die Lufthansa-Fluginformationen unterscheiden Zeitwerte für Abflug und Ankunft. Terminal- und Gate-Angaben sind separate Felder. Deshalb lässt sich aus einer einzelnen Uhrzeit nicht sicher ablesen, ob sie einen Bewegungsbeginn, das Abheben, die Landung oder das Ankommen am Stand meint. Auch die ICAO verwendet Block-off/Block-on in ihrem eng umrissenen Kontext der Treibstoffüberwachung. Übertrage den Begriff nicht ungeprüft auf die Beschriftung eines Reiseangebots.

Angebotsdauer aus Ortszeiten nachvollziehbar bestimmen

Notiere für jeden Flugabschnitt Datum, geplante Abflugzeit und geplante Ankunftszeit. Wichtig: Die Abflugzeit gehört zur Ortszeit des Startflughafens, die Ankunftszeit zur Ortszeit des Zielflughafens. Ziehe deshalb nicht einfach die angezeigten Ziffern voneinander ab. Nutze die Datumskomponente und rechne beide Zeitpunkte auf dieselbe Zeitskala um, etwa UTC; dann ergibt Ankunft minus Abflug die verstrichene geplante Dauer zwischen den beiden angegebenen Zeitpunkten. Bei einer Ankunft nach Mitternacht zählt auch der Folgetag. Ein Flugplan kann außerdem eine Dauer für die gesamte Strecke und mehrere einzelne Flugabschnitte aufführen. Prüfe daher, ob die ausgewiesene Zahl einen Abschnitt oder die ganze Verbindung meint.

Blockzeit ist nicht automatisch reine Luftzeit

Blockzeit wird im Luftfahrtbetrieb üblicherweise als Zeit zwischen Bewegungsbeginn und Stillstand am Ende eines Fluges verstanden; die reine Luftzeit meint dagegen die Spanne vom Start bis zur Landung. Diese Unterscheidung ist für eine eigene Rechnung wichtig, aber eine Angebotsseite kann ihre Dauer anders benennen oder bereits als Gesamtstrecke ausgeben. Die gelesenen Lufthansa-Datenfelder unterscheiden Zeitangaben und Gate-Felder, legen aber nicht für jedes beliebige Angebotslabel fest, welchen Messpunkt ein Drittanbieter verwendet. Such daher nach einer Legende oder einer ausdrücklichen Definition beim Anbieter, statt die Differenz automatisch „Blockzeit“ zu nennen.

Welche Dauer ist für deinen Plan nützlich?

Für den Vergleich zweier Angebote ist die geplante Gesamtzeit zwischen den Abflug- und Ankunftszeitpunkten meist der passende Rechenwert – inklusive Umstiegen nur dann, wenn du die ganze Verbindung betrachtest. Für die Frage, wie lange du voraussichtlich im Flugzeug verbringst, reicht die gesamte Reisezeit nicht; prüfe jeden Flugabschnitt und die vom Anbieter erklärte Dauer. Für einen Anschluss zählt außerdem nicht bloß die berechnete Flugzeit: Die Umsteigezeit ist die Lücke zwischen Ankunft des einen und Abflug des nächsten Abschnitts und muss separat betrachtet werden.

Rechenweg transparent halten

Schreibe neben dein Ergebnis, welche Zeitpunkte du verwendet hast: zum Beispiel „geplante Ortszeiten, umgerechnet auf UTC, vom Abflug bis zur Ankunft der Gesamtverbindung“. Bei tatsächlichen Zeiten ersetzt du die geplanten Werte durch tatsächliche Abflug- und Ankunftswerte, sofern sie verfügbar sind. So vergleichst du Gleiches mit Gleichem und machst sichtbar, dass ein Rechenwert keine Zusage über die tatsächliche Flugdauer ist. Wenn du deine Reiseplanung mit eigenen Daten weiter strukturieren willst, nutze den Reiseplaner von Blitzbuchen; seine Website weist darauf hin, dass er keine Livepreise oder Buchungen liefert.

Quellen

  1. Lufthansa Developer Center
  2. Lufthansa Developer Center
  3. International Civil Aviation Organization (ICAO)
  4. Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)