Erklärstück
Wie die DB Wasser, Reiniger und Solarstrom in Werken einsetzt
Die Deutsche Bahn beschreibt mehrere Verfahren für Zugpflege und Werkbetrieb: Wasser wird in vielen Waschanlagen wiederverwendet und vielerorts biologisch gereinigt. Bei Reinigungsmitteln nennt sie nachfüllbare Pumpflaschen und Veränderungen in Berlin-Rummelsburg. In Leipzig speichert ein Batteriesystem Solarstrom; in Köln-Nippes fahren Dreirad-Sprinter damit über das Werksgelände. Die Beispiele stehen für unterschiedliche Abläufe und Verbreitungsstände.
Waschen: Wasser im Kreislauf und vor Ort aufbereiten
Nach Angaben der DB wird in den meisten ihrer Waschanlagen das Wasser im Kreislauf geführt; dadurch können bis zu 60 Prozent wiederverwendet werden. Das Waschwasser wird vielerorts biologisch gereinigt. Wo es möglich ist, nutzt die Bahn Brunnen- oder Regenwasser, um Trinkwasser zu sparen. Teilweise setzt sie außerdem annähernd neutrale Reinigungsmittel ein. Die DB sagt, diese Mittel entlasteten die Umwelt und verringerten den Aufwand für die Wasseraufbereitung. Damit beschreibt sie mehrere Stellschrauben: Wiederverwendung in der Anlage, Reinigung des Waschwassers und eine alternative Wasserquelle, sofern am jeweiligen Ort möglich. Die Angaben beziehen sich auf die von der DB beschriebenen Verfahren; sie belegen keine einheitliche Umsetzung an jedem Standort.
Bremsen reinigen: Mittel und Verpackung in der Umstellung
Für die Reinigung von Zugbremsen beschreibt die DB den Einsatz von Mitteln mit weniger umweltschädlichen Inhaltsstoffen sowie nachfüllbaren Pumpflaschen. Als Beispiel nennt sie das Fernverkehrswerk Berlin-Rummelsburg. Dort sollen sich laut Bahn allein etwa zwei Tonnen Lösungsmittel und weitere Ressourcen pro Jahr einsparen lassen. Diese Angabe bezieht sich auf Berlin, nicht auf sämtliche Werke. Die Einführung ist zudem nicht überall abgeschlossen: Laut DB sind andere ICE-Werke bereits umgestellt oder befinden sich noch in der Planung. Das Beispiel verbindet also eine Änderung des Reinigungsmittels mit einer wiederbefüllbaren Verpackung; der von der DB beschriebene Stand reicht von bereits erfolgter Umstellung bis zu geplanten Änderungen.
Strom im Werk: Speicherung in Leipzig, Fahrten in Köln
Im Leipziger ICE-Werk hat die DB nach eigenen Angaben eine Photovoltaikanlage auf drei Gebäudeteilen installiert. Der erzeugte Strom wird vor Ort in einem sogenannten Second-Life-Batteriespeicher aus ausgedienten E-Autobatterien gespeichert. Anlage und Speicher können laut Bahn rund ein Viertel des Strombedarfs des ICE-Werks decken. Das ist eine Angabe für diesen Standort und keine Bilanz des gesamten Werkbetriebs. Ein anderer Einsatz von Solarstrom betrifft Wege im Werk: Die DB setzt Dreirad-Sprinter ein, die mit DB-eigenem Solarstrom betrieben werden. Einige Fahrzeuge fahren bereits im ICE-Werk Köln-Nippes; die Flotte soll nach Angaben der Bahn weiter ausgebaut werden. Leipzig steht hier für Erzeugung und Speicherung, Köln-Nippes für den Einsatz des Stroms bei innerbetrieblichen Fahrten.
Quellen und Einordnung
- Deutsche Bahn · abgerufen am 2026-10-07